Freitag, 18. Juni 2010
Dienstag, 4. Mai 2010
Artenschutz ist bitter nötig
Blüten besuchende Insekten wie Honigbienen, Wildbienen, Fliegen, Wespen, Schmetterlinge und Käfer haben eine entscheidende Funktion im Ökosystem. Sie alle bestäuben bei ihrer Nahrungssuche Pflanzen. 80 % aller einheimischen Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Ein Mangel an Blütenbestäubern führt auch bei unseren Kulturpflanzen wie zum Beispiel Obst, Raps, Sonnenblumen zu deutlichen Mindererträgen. Sind bestäubende Insekten nicht oder nur unzureichend vorhanden, hat das Auswirkungen auf die Lebensfähigkeit örtlicher Tier- und Pflanzengesellschaften und kann zum Verschwinden von Arten führen. Ein örtlicher Rückgang der Artenvielfalt von Pflanzen ist mit dem Verschwinden der Bestäuber in Verbindung zu sehen. Alle Insekten selbst sind wiederum Nahrungsgrundlage für viele andere Tiere wie z.B. Vögel, Frösche, Eidechsen und viele andere, die unsere Kinder nicht nur aus Büchern kennen sollen.
Die Lebensbedingungen der blütenbestäubenden Insekten haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verschlechtert. Bemerkbar wird dies an den hohen Bienenverlusten der letzten Winter. In Baden Württemberg starben in den letzten Wintern 30 % aller Bienen. Die Situation bei den Wildbienen ist noch dramatischer. 52 % aller Wildbienenarten, d.h. mehr als die Hälfte, stehen auf der roten Liste und sind in ihrem Bestand gefährdet.
Die Entwicklungen in der modernen Landwirtschaft führen zu einem immer knapper werdenden Nahrungsangebot für blütenbesuchende Insekten. Nach einem reichen Angebot im Frühjahr bricht die Nahrungsversorgung Ende Mai / Anfang Juni meist schlagartig zusammen. Von den Kulturpflanzen ist als Nektar- und Pollenlieferant meist nur noch Raps übriggeblieben, da es die Beikrautflora im modernen Ackerbau nicht mehr gibt. Durch die zunehmende Intensivierung im Grünland mit früher und häufiger Mahd – in der Regel vor der Blüte – bietet auch das Grünland abgesehen vom Löwenzahn kein nennenswertes Angebot mehr, so dass es zu der paradoxen Situation kommt, dass die Imker schon im Juni / Juli ihren Bienenvölkern zufüttern müssen. Den Wildbienen aber kann niemand zufüttern! Da sich die Bienen nicht mehr ausreichend und vielfältig ernähren können, sind sie nicht mehr widerstandfähig genug, um harte Winter und die Belastung durch die Varroa-Milbe zu überstehen.
Blühwiesen anlegen bedeutet also Bienen schützen. Bienen schützen heißt unser Überleben sichern, denn 35 % unserer Lebensmittel verdanken wir bestäubenden Insekten.
Nicht aus romantischen Aufwallungen sondern aus Staatsinteresse wollen z.B. unsere Nachbarn, die Franzosen, in den nächsten 3 Jahren 12.000 km Straßenrand floristisch aufwerten. Sollten wir da in Althengstett nicht auch einen Beitrag für unsere Zukunft leisten? Ganz abgesehen davon, dass Blühwiesen eine „Augenweide für Herz und Seele“ sind, die wir in unserer Gemeinde gut gebrauchen können!
Chronologie einer Anregung und wie in Althengstett bürgerschaftliches Engagement ausgebremst wird
Der BUND Althengstett erfährt im September 2009, dass der BUND Regionalverband am 6. November 2009 in Heimsheim einen workshop für die Leiter der Bauhöfe sowie für Stadtgärtner anbietet mit dem Thema „Blühende Landschaft im Heckengäu – wie Öffentliches Grün zu Öffentlichem Bunt wird“. Referenten sind Dieter Felger, Gartenbauamtsleiter aus Mössingen und Frau Krüger vom „Netzwerk Blühende Landschaften“. Das Projekt wird von Plenum Heckengäu unterstützt. Alle Bürgermeister der Region erhalten Einladungen dazu.
Am 24.9.2009 bittet der BUND Althengstett Herrn Bürgermeister Dr. Götz um Teilnahme unserer Gemeinde an diesem workshop.
Am 25.9.2009 antwortet Ortsbaumeister Herr Wurster:“ Fast täglich bekommen wir Einladungen für die verschiedensten, meist qualitativ hochwertigen Seminare“.
Am 6. November 2009 ist die Gemeindeverwaltung bei dem workshop nicht vertreten, dafür nehme ich als BUND Vorsitzende – und einzige Nichtfachperson - daran teil.
Ende November 2009 bittet der BUND Vorstand Ortsvorsteher Herrn Fink um einen Gesprächstermin wegen der Anlage von Blühflächen in Ottenbronn. Der Orstvorsteher möchte dazu auch den Ortsbaumeister und den Bauhofleiter einladen und erklärt, „dass es aber dieses Jahr nicht mehr geht“.
Am 13. Januar findet dieses Gespräch ohne den Bauhofleiter statt. Wir erklären, warum Blühflächen wichtig sind und dass der BUND bei Mithilfe der Gemeinde das Säen, die Bestellung entsprechender Schilder und die Information der Bevölkerung im Blättle übernehmen würden. Gleichzeitig übergeben wir dem Ortsvorsteher eine Liste möglicher Grundstücke und schlagen vor mit zwei Flächen zu beginnen.
Am 26. Februar ist witterungsmäßig der Zeitpunkt günstig das ins Auge gefasste Grundstück in der Dorfmitte umzugrubben. (Eigentlich hätte dies bereits im Vorjahr erfolgen sollen, damit das Gras im Winter verrotten kann.) Der Bund erinnert deswegen den Ortsvorsteher. Es passiert nichts.
Am 22. März beschließt der Ortschaftsrat bei einer Enthaltung zwei Blühflächen in Ottenbronn anzulegen.
Im April wird zunächst eine ca. 4x5 Meter große Fläche am hinteren Ende des Grundstückes in der Wasenstraße grasfrei geschoben. Der Bauhofleiter teilt mit, dass der Rest nicht möglich sei, da sich unter der Oberfläche Fundamente befänden. Das zweite Grundstück Zwickel Meierhofstraße/ Lindenweg sei wegen der Baumwurzel und möglicher Kabel ebenfalls nicht geeignet. Der BUND ruft deswegen beim Ortsvorsteher an und schlägt eine Alternativfläche vor. Der Ortsvorsteher teilt mit, dass man das Problem in der Wasenstraße durch Auffüllen mit Humus beheben könne. Der vom BUND dazu befragte Gartenbauamtsleiter aus Mössingen hält dieses Vorgehen für möglich.
Daraufhin lädt die Gemeinde einige LKW-Ladungen Erde (eher Lehm als Humus) ab.
Die Mitglieder des BUND sehen sich physisch außerstande, diese Erdeschollen auf dem gesamten Grundstück zu verteilen und bitten die Gemeinde das zu übernehmen.
Die Erde wird grobschollig verteilt. Vorn an der Straße bleibt eine große Grasfläche bestehen.
Am 15. April sieht sich der BUND Vorstand zusammen mit dem Stadtgärtner von Calw das bisher Geschaffene an und klärt, was für ein Gelingen der Aktion noch getan werden müsste. Der Stadtgärtner erläutert, dass die Erde zunächst ein paar Mal durchgefräst und dann mit dem Kreiler planiert werden müsste (Vorbereitung wie zu einer normalen Grasfläche). Grassoden, Steine, Wurzel- und Plastikreste müssten ausgelesen werden bevor mit dem Säen begonnen werden könne. Der BUND gibt diese Informationen an den Ortsvorsteher weiter.
Am 19.April teilt der Ortsvorsteher mit, dass das Grundstück gefräst worden sei und für die weiteren Schritte die Gerätschaften fehlten und dass die Maßnahme ja keine Kosten verursachen solle.
Am 27. April erfährt der BUND Vorstand bei einem Gespräch mit Bürgermeister Dr. Götz, dass dieser es spannend findet mit dem Samen auf dem lediglich durchgefrästen Grundstück zu experimentieren. Die Gemeinde wolle die Angelegenheit selbst übernehmen. Daraufhin gibt der BUND Samen und Schilder im Rathaus ab. Dr. Götz sichert zu, dass die Gemeinde auch im nächsten Jahr wieder Blühflächen anlegen werde.
BUND - Barbara Fischer
Donnerstag, 26. November 2009
Weiteres Geld fehlt!
Nun ist es endlich öffentlich! In den Rücklagen, ca. 6 Mio Euro, Stand Ende 2008, der Gemeinde befinden sich ca. 700.000 Euro die laut Verwaltung nicht realisiert werden können. Es handelt sich wohl überwiegend um Forderungen die nicht mehr eingetrieben werden können und somit zur Bereinigung der Folgehaushalte abgeschrieben werden müssen.
Gegenüber der Verwaltung haben wir klar formuliert, dass dies der Öffentlichkeit genau erklärt werden muss. Es ist auch klar, dass die jetzige Verwaltung nichts mit dieser "Luftnummer" in den Rücklagen zu tun hat. Wir sehen sogar, dass erst die Erneuerung an der Verwaltungsspitze zur Aufarbeitung dieser Problematik führt.
Im Zusammenhang mit der Haushaltsrechnung von "Grundsolide" zu sprechen ist nicht nur aus dieser Hinsicht falsch. Die bisherigen Haushalte wurden unserer Forderung an eine nachhaltige Haushaltsplanung und Mittelverwendung nicht gerecht.
Ebenfalls von der Verwaltung angemerkt wird die Rücklage von 6 Mio Euro am Ende 2009 einfach nicht mehr vorhanden sein. Von "Grundsolide" hin zu vermutlich neuen Krediten in nur einem Jahr, kann auch nicht nur dem verminderten Gewerbesteueraufkommen und deren zeitlichen Umlagenverschiebung zugeschrieben werden.
Wem lastet man nun in diesem Falle die 700.000 Euro an? Der Vergangenen Verwaltungsspitze inkl. Kämmerer? Auf die Frage hin, welche rechtlichen Möglichkeiten man hat, kann man sich über die Antwort nur wundern: "Der Gemeinderat hat das doch immer beschlossen!" Im Klartext heißt das, dass sogar Banker im bisherigen Gremium, die ebenfalls immer von “Grundsolide“ in Ihrer wiederkehrenden Haushaltsrede gesprochen haben, über Jahre nicht in der Lage waren, 700.000 Euro fehlende Außenstände zu erkennen.
Die Hauptverantwortung sehen wir trotzdem bei der vergangenen Verwaltungsspitze. Bürgermeister sowie Kämmerer haben es versäumt diese dem Gemeinderat sauber darzulegen bzw. für die Eintreibung zu sorgen. Es ist nicht verständlich warum Außenstände nicht ausreichend angemahnt und eingeholt wurden.
Wir sind gespannt wie sich die 700.000 Euro aufschlüsseln und in welchem Zeitraum diese entstanden sind. Vielleicht werden daraus noch mach andere Verwicklungen ersichtlich.
Vorab gehört unser Dank vor allem Herrn Reichert aber auch Herrn Götz, die versuchen Licht ins Dunkel zu bringen. Auch sehen wir die Bemühungen, durch ein automatisiertes Mahnwesen, so etwas erst gar nicht mehr zu ermöglichen.
Philipp Jourdan, Neuhengstett
Samstag, 10. Oktober 2009
Leitfaden aus der Finanz- und Wirtschaftskrise für Jedermann/Jedefrau
Geld ist ursprünglich eine gesellschaftliche Übereinkunft, etwas als allgemeines Zahlungsmittel anzuerkennen, also ein öffentliches Gemeingut.
Welche Formen nimmt Geld an ?
Symbole: Steine, Muscheln, Zigaretten, Banknoten, Münzen, am Bildschirm aufleuchtende Pixel,....,Schulden
Wie wird Geld (heute) geschaffen ?
Teilweise von der Zentralbank (Zentralbankgeld und Banknoten), was etwa 10 – 20 % der Gesamtgeldmenge entspricht.
Hauptsächlich von Geschäftsbanken (Kredite), was etwa 80 – 90 % der Gesamtgeldmenge entspricht.
Wozu wird Geld genutzt ?
10 % der Geldmenge dient der Realwirtschaft (Produktion und Handel, was Arbeit schafft), 90 % der Finanzwirtschaft (Spekulation, was Arbeit vernichtet).
Auswirkungen auf die Wirtschaft und Gesellschaft ?
Geld wurde zur Ware und wird heute hauptsächlich als zinseszinstragende Kredite von privaten Geschäftsbanken aus dem „Nichts“ geschaffen. Als Sicherheit dient das Eigentum der Kreditnehmer, was als Pfand belastet wird. Das Geld wird zwar geschaffen, die Zinsen aber nicht. Daher müssen die Zinsen entweder erwirtschaftet werden, oder anderen weggenommen werden. Bei Nichtbezahlung oder Zahlungsverzug winkt der Bankrott (Einzelpersonen, Unternehmen, Staaten) und danach: Erwerbsarbeitslosigkeit, soziale Ausgrenzung, Verelendung,..., Ende.
Das Dilemma besteht darin, dass die Wirtschaft in absoluten Zahlen linear wächst, die Geldmenge (bzw. Schuldenberg) aber durch den Zineszins exponentiell. Auf die Dauer ist der Zusammenbruch dieses Finanzsystems unausweichlich. Es ist nicht der Mensch, der dem Sozialprodukt zuviel abverlangt, sondern der kapitalistische, auf Akkumulation und Monopolisierung ausgerichtete Finanzmarkt.
Das Geldsystem wirkt wie eine riesige Pumpe, die über den Zineszinsmechanismus täglich über 1 Mrd. Euro von den 80 % „Verlierern“ des Systems Vermögen zu den 10 % „Gewinnern“ des Systems pumpt. Das System ist positiv rückgekoppelt: wenn man ein Mikrofon an einen Lautsprecher hält, kann man das Finanzsystem hören - es ist unerträglich !!!!
Zudem ist das Finanzsystem nicht demokratisch organisiert, sondern wird von privaten und von allen Regierungen unabhängigen Institutionen gesteuert !!!
Seltsam nur, dass alle begeistert mitmachen !!!
Lösungswege:
1. Die Erkenntnis, dass hiermit das über Jahrhunderte bewahrte „Bankgeheimnis“ der zinslastigen Geldschöpfung gelüftet ist.
2. Demokratisierung des Geld- und Finanzsystems.
3. Einführung einer Liegegebühr auf gehortetes Geldvermögen, damit Geld wieder in der Realwirtschaft fließen und damit als Aktivitätenzünder dienen kann.
4. Nutzung von dezentralen, basis-demokratisch organisierten, transparenten Komplementärwährungen, die keine Zinsen tragen und über eine Gebühr umlaufgesichert sind.
5. Stärkung der Sozial- und Solidarwirtschaft (gemeinwohlorientierte Unternehmen)
Gibt es das denn ?
Antwort: Ja
1. Erkenntnis ? Jeder kann den Nebelschleier lüften. Dazu auch ein Vortrag am Sa. 24.10. ab 9:30 Uhr im Rudolf Steiner Haus in Pforzheim von Prof. Bernd Senf (Volkswirtschaftler).
2. Demokratisierung ? Jeder kann dazu beitragen, indem die Erkenntnis verbreitet wird, sowie Politik, Zentralbanken und Banken dazu aufgefordert werden.
3. Liegegebühr ? Eine Liegegebühr wurde von der Schwedischen Zentralbank mit Erfolg 2009 eingeführt.
4. Komplementärwährungen ? Bereits ca. 50 in Deutschland darunter seit 2007 das „Nahgold“ im Kreis Calw: Wechselstube: Calwer Naturkostladen.
5. Genossenschaften, Bürgerinitiativen (Streuobstinitiative Schneewittchensaft) etc.
Stimmen dazu:
Der „Hundertprozentkapitalist“ und Nobelpreisträger Friedrich von Hayek forderte bereits 1979, das Geldmonopol der Banken zu überwinden und den Wettbewerb komplementärer Geldsysteme zuzulassen.
Der Monetarist und Nobelpreisträger Milton Friedman schrieb 1962 (Kapitalismus und Freiheit), dass nur „eine Krise – sei sie real oder als solche wahrgenommen – wirkliche Veränderungen herbeiführt. Wenn diese Krise eintritt, dann hängen die unternommenen Handlungen vom Ideenreichtum und der Schaffenskraft der betroffenen Personen ab. Unsere Hauptaufgabe besteht m.E. darin, Alternativen zur vorherrschenden main stream Richtung zu entwickeln, um sie dann, sobald das vermeintlich „politisch Unmögliche“ zum „politisch Notwendigen“ wird, in der Breite umzusetzen.“
Der Wissenschaftler Chris Martenson (The Crash Course) schrieb: Entweder wir vollziehen eine freiwillige Veränderung im Heute und zwar jetzt, oder wir werden in naher Zukunft unfreiwillig mit tiefgreifenden Veränderungen konfrontiert werden.
Fazit:
Symptome behandeln ist keine Lösung – es müssen die Ursachen verändert werden !!
Das Zeitfenster schließt sich – Alternativen wurden bereits erfolgreich erprobt - Es geht darum, nicht mehr länger zu warten, sondern endlich zu handeln !!!
Gleich heute noch Euro in Nahgold umtauschen und regional einkaufen gehen !!!!
Andreas Gröger, Althengstett
Dienstag, 15. September 2009
Einsetzung des Ortschaftsrats in Neuhengstett
Neue Gesichter - alte Arroganz der Macht
Im Sitzungssaal des Rathauses Neuhengstett fanden am Montag, 14. September, unter Beisein des Bürgermeisters Dr. Götz öffentlich statt:
- die Verpflichtung des neuen Ortschaftsrats,
- die Wahl des Ortsvorstehers (Wolfgang Fink wurde einstimmig wiedergewählt),
- sowie die Vorschläge für die Wahl seines ersten und zweiten Stellvertreters (nomen est omen)
Gingen die ersten zwei Punkte noch reibungslos über die Bühne, kam bei der Stellvertreterbesetzung das ungeschriebene Gesetz zur Geltung, dass die Unabhängigen und Freien (kurz: die UnFreien) mit ihrer gemeinsamen absoluten Mehrheit ungeachtet aller demokratischen Spielregeln auf jeden Fall die wichtigsten Positionen besetzen.
In einem ganz seltenen Fall (1994) hatte die Neuhengstetter Bevölkerung einer Revolution gleichkommend die Frechheit besessen und eine Gruppierung jenseits der UnFreien als stärkste Fraktion etabliert. Was geschah? Nach einer ersten Pattsituation und danach möglicherweise durch Zufall, kam es zum absoluten Super-GAU: die erste Stellvertreterin außerhalb der UnFreien war vom Ortschaftsrat vorgeschlagen. Aber … da die Stellvertretergeschichte natürlich vom Althengstetter Gemeinderat als oberster Instanz abgesegnet werden muss – und in diesem Gremium haben die UnFreien seit ihrer Teilung in zwei Gruppierungen schon immer die absolute Mehrheit – war auch dieser Fauxpas irgendwann einmal behoben..
Nachdem von den UnFreien Helmut Talmon l’Armée und Matthias Schnitzhofer als 1. und 2. Stellvertreter benannt wurden, wollte Margit Kirchherr-Rohbeck (Grüne) vor einer Abstimmung einen Vorschlag zur einvernehmlichen Regelung machen. Sie beantragte, dass aus jeder der im Rat vertretenen Listen ein Stellvertreter gewählt werden soll, und zwar in der Reihenfolge der erzielten Gesamtstimmen. Dieses Angebot lehnte Helmut Talmon l’Armée rigoros ab (siehe Artikel unter http://www.apo-hengstett.blogspot.com/ ).
Vorgeschlagen wurde letztendlich als 1. Stellvertretender Ortsvorsteher Helmut Talmon l’ Armée mit 5 Stimmen (Enthaltung Talmon l’Armée, Gegenstimme Kirchherr-Rohbeck). Zweiter Stellvertreter wurde Matthias Schnitzhofer mit 6 Stimmen (jeweils durch Carmen Muche, Martin Jourdan, Alwin Pross, Helmut Talmon l’Armée, André Bertsch, Matthias Schnitzhofer). Der zweite Vertreter der Grünen, Karl Helmut Schulzke, war leider in Urlaub (es konnte angeblich kein anderer Termin für die Einsetzung gefunden werden, obwohl dies schon Mitte Juli bekannt war).
Falls jemand die Neuhengstetter Wahlergebnisse in den letzten 20 Jahren samt ihren „Stimmenkönigen“, die stärksten Listen in ihrer Reihenfolge sowie die daraus resultierenden 1. und 2. Stellvertreter des Ortsvorstehers in Neuhengstett zweifelsfrei erfahren möchte: das Rathaus besitzt alle Informationen im Archiv – wir zwar auch, aber kann man uns denn trauen?
Ob der Komödienstadel seine Fortsetzung am Dienstag, 22. September 2009, im Gemeinderat Althengstett findet? Herzliche Einladung!
Sonntag, 6. September 2009
Sommerpause vorbei ...
Nachdem der Arbeitskreis Verkehr Neuhengstett seine umfangreiche Dokumentation, die im Sommer 2008 erstellt wurde, am 2. April 2009 in der Ortschaftsratssitzung präsentierte – wo etwa 80 Prozent aller vorgebrachten Anregungen abgelehnt wurden (Tenor: „es bleibt wie es ist!“), sind jetzt doch erste Maßnahmen erkennbar:
- Zickzack-Markierung in der Schillerstraße (Parkverbot) zur Einmündung in die L179 (wäre die gegenüberliegende Straßenseite nicht angebrachter gewesen?)
- Zickzacklinie Mühlweg vor Sparkasse (eigentlich ist sie mit nur 5 Metern zu kurz, es kann kurz hinter der Kreuzung nach wie vor geparkt werden, die Maßnahme macht also wenig Sinn).
Angesprochen wurde in der April-Sitzung seitens des AK Verkehr auch die Situation im Mühlweg. Hier suggeriert der durchgehende Kandel eine Art Vorfahrtsstraße (ähnlich der Tiefbordregelung). Gewünscht waren im Mühlweg Haltelinien vor Kreuzweg, Silcherstraße, Uhland-, Mörike- und Hölderlinstraße, auch zur besseren Kenntlichmachung der schlecht erkennbaren Einmündungen. Die einzige Haltelinie die aufgemalt wurde, befindet sich (nicht nur) für den AK völlig unverständlich im Kreuzweg zum Mühlweg hin. Ergebnis siehe Foto.

Dass es auch besser geht, zeigt die vor Jahren angebrachte Markierung im Einmündungsbereich Kreuzweg/Möttlinger Straße.

Angeblich werden alle gewünschten Markierungsarbeiten im Ort von den Herren Fink, Wurster, Hiller und dem Ordnungsamt auf ihre Verhältnismäßigkeit hin geprüft. Schade, dass niemand vom AK Verkehr vor Ort dazu gehört wurde/wird ...
Gespannt sind wir, ob beim Ernteverkehr 2010 an der Mühle die Schranke zur Aufstellspur neben der L 179 auch einmal rechtzeitig geöffnet werden kann. Dieses Jahr erfolgte die Öffnung (trotz frühzeitigem Hinweis!!) erst, nachdem die Hälfte der Ernte bereits abgeliefert war – dafür steht sie jetzt noch offen ...

Gewünscht war darüber hinaus ein Aufruf zur Benutzung der Aufstellspur im Gemeindeblatt sowie die Aufstellung eines Hinweisschildes. Dazu gab es seitens des Bauamtsleiters Herrn Wurster folgende Antwort:
"... Ihre Anregung, ein Hinweisschild aufzustellen werde ich mit unsrem Ordnungsamt besprechen. Jedoch haben wir wenig Hoffnung, denn Aufstellen von Verkehrsschildern kann nur das Straßenbauamt genehmigen und veranlassen.
Erfahrungsgemäß ist dies ein langer Verwaltungsweg, der eine auch Verkehrsschau
vor Ort erfordert."
Verkehrsschild? Verkehrsschau? Ein normales Hinweisschild bei der Schranke auf Althengstetter Gemarkung wurde gefordert mit Hinweis im Blättle, diese Spur zu benutzen!!!
Somit wurde auch in diesem Jahr bei keiner einzigen Kornanlieferung diese für viel Geld und nur aus diesem einen Grund angelegte Spur benutzt. Es wurden (wie jedes Jahr) gefährliche Situationen – besonders bei Dunkelheit – heraufbeschworen. Durch den zusätzlichen Umleitungsverkehr (Sperrung der B 295 nach Weil der Stadt!) war dies sogar noch kritischer zu sehen.
Ein rundum positives Ergebnis soll an dieser Stelle besonders erwähnt werden: Erfreulicherweise wurde von der Gemeinde Althengstett die Anregung des AK Verkehr Neuhengstett umgesetzt, den Gehweg in der Industriestraße in Althengstett Richtung Edeka-Markt für FußgängerInnen überhaupt benutzbar zu machen, indem die Parkmarkierungen verändert wurden.
Mittwoch, 10. Juni 2009
Wahlergebnis bekräftigt Engagement der Grünen Räte
die Zunahme der Wahlbeteiligung stärkt die Demokratie. Wir setzten uns im Gemeinderat und den Ortschaftsräten dafür ein, dass die Entscheidungen für die Bevölkerung transparenter und nachvollziehbarer wurden. Außerdem strebten wir stets eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an: Zum Beispiel schufen wir die Informationsplattform www.hengstett.de, regten die Einsetzung von Arbeitskreisen zum Thema „Pflegeheim“ und „Verkehr“ an, boten der „Bürgerinitiative Täfelberg“ ein Diskussionsforum an und regten eingehendere Debatten im Gemeinderat dazu an. Auch weiterhin möchten wir mit Themenveranstaltungen zur öffentlichen Diskussion und zum Meinungsaustausch einladen.
Veranstaltungshinweis: Heute Mittwoch 10.06.2009, 20.00 Uhr im „Café Rote Erde“, Neuhengstett: „Wie steht es um unsere Trink- und Löschwasserversorgung ?
Unserem Engagement ist es zu verdanken, dass nun mehr Bürger an öffentlichen Sitzungen teilnehmen und sich besser über die Angelegenheiten aller informieren und mitdiskutieren können.
Das Wahlergebnis zeigt deutlich, dass unsere Arbeit großen Zuspruch in der Bevölkerung fand, denn unsere Liste erhielt den größten Stimmenzuwachs, d.h. über 1700 Stimmen mehr als noch vor 5 Jahren.

Die gewählten Räte Gisela Gröger, Philipp Jourdan, Amei Fischer, Karl Helmut Schulzke und Margit Kirchherr-Rohbeck bedanken sich an dieser Stelle bei allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Vertrauen.
Wir setzen uns auch weiterhin ein für :
· Öffentlichkeit und Transparenz bei der Entscheidungsfindung
· Bürgerbeteiligung, Diskussion und Meinungsaustausch
· Gemeinschaftliches Interesse vor Privatinteresse